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Welche Veränderungen ergeben sich in der Kosmetikindustrie nach der Einführung der US-Zölle?
30.04.2025
Die fortgesetzte Anwendung der US-Zollpolitik auf chinesische Exportwaren in die Vereinigten Staaten führt zu tiefgreifenden Veränderungen in der globalen Kosmetikindustrie. Zahlreiche Unternehmen der Branche sind in unterschiedlichem Maße betroffen, und die Branchenlandschaft wandelt sich still und leise.
Die von den USA verhängten Zölle stellen die Kosmetikindustrie vor enorme Herausforderungen in der Rohstoffversorgung. China, ein bedeutender globaler Exporteur von Kosmetikrohstoffen, liefert große Mengen an Basisölen, Emulgatoren, Sonnenschutzmitteln und hochwertigen Wirkstoffen in die USA. Nach der Zollerhöhung sind die Kosten für US-amerikanische Kosmetikhersteller, Rohstoffe aus China zu importieren, deutlich gestiegen. Der Geschäftsführer von Edgewell, einem US-amerikanischen Kosmetikkonzern, erklärte, dass die Produktionskosten für Produkte wie Sonnenschutzmittel in die Höhe schnellen würden, sollte der US-Zoll auf chinesische Chemikalien von 25 % auf 60 % steigen. Zudem sei es kurzfristig schwierig, alternative Lieferketten zu finden. Einige US-Unternehmen suchen daher nach diversifizierten Rohstoffquellen und wenden sich Lieferanten in anderen Regionen wie Europa, Japan und Südkorea zu. Dieser Übergang gestaltet sich jedoch schwierig. Neue Lieferanten müssen hinsichtlich Produktqualität, Lieferstabilität und anwendbarer Technologien neu bewertet werden. Besonders stark betroffen sind US-amerikanische Kosmetikhersteller, die von einem einzigen Importeur abhängig sind. Können sie die Rohstofflieferkette nicht rechtzeitig anpassen, drohen ihnen Produktionsausfälle oder Schwankungen in der Produktqualität.
Veränderungen in der Kostenstruktur sind eine direkte Folge der Zölle. US-amerikanische Kosmetikunternehmen sehen sich nicht nur mit steigenden Rohstoffkosten, sondern auch mit zusätzlichen Ausgaben wie Transportkosten und den Zöllen selbst konfrontiert. Michael Sacco, Geschäftsführer des Steuer- und Unternehmensberatungsunternehmens CBIZ, wies darauf hin, dass sich die Kostensteigerungen aufgrund der langen Lieferketten in der Schönheitsindustrie kurzfristig nicht vollständig in den Preisen niederschlagen werden. Langfristig ist jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Endproduktpreisen zu beobachten. Foreo, eine schwedische Marke für medizinische Hautpflege, gab bekannt, dass die von den USA auf chinesische Importwaren erhobenen 125 % Zölle die Gesamtbelastung ihrer Produkte auf 137–151 % erhöht haben. Seit dem 22. April wurden die Preise ihrer Produkte in den USA um 20–30 % angepasst. Die hohen Kosten haben die Gewinnmargen der Unternehmen stark beeinträchtigt. Kleine Kosmetikunternehmen mit unzureichenden Kapitalreserven und geringer Risikotoleranz sind besonders stark betroffen, einige stehen sogar vor dem Aus.
Die Wettbewerbsstruktur auf dem Markt hat sich durch die Zollpolitik verändert. Für US-amerikanische Kosmetikmarken, die auf importierte Rohstoffe und Produktion angewiesen sind, hat die Preiswettbewerbsfähigkeit einiger Marken nach den gestiegenen Kosten nachgelassen. Können sie die Zollkosten nicht effektiv auffangen, drohen ihnen Marktanteilsverluste im Wettbewerb mit Marken aus Europa, Japan, Südkorea und aufstrebenden inländischen Marken. Auch auf dem chinesischen Markt stehen US-amerikanische Kosmetikmarken vor Herausforderungen. Nachdem China Zölle auf US-Importe erhoben hat, könnten die Preiserhöhungen erheblich ausfallen, wenn Marken wie Estée Lauder und Clinique die Kosten an die Endverbraucher weitergeben. Chinesische Verbraucher reagieren sensibel auf Preiserhöhungen und könnten sich Marken aus Europa, Japan, Südkorea oder hochwertigen inländischen Produkten zuwenden. Gleichzeitig haben sich für chinesische Marken neue Entwicklungschancen ergeben. Die Zollschranken haben chinesische Kosmetikunternehmen dazu veranlasst, die Lokalisierung der Rohstoffbeschaffung zu beschleunigen. Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure von Bloomage Biotechnology, das von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelte „supermolekulare Vitamin C“ und viele charakteristische Inhaltsstoffe, die auf traditionellen chinesischen Heilkräutern basieren, haben sich kontinuierlich etabliert und die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen verringert. Auf dem heimischen Markt konnten einheimische Marken dank ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ihren Marktanteil stetig ausbauen; international exportieren einige chinesische Unternehmen mittlerweile nach Europa, Südostasien usw. So erfreuen sich beispielsweise Kosmetikprodukte aus Yiwu (Guangdong) und anderen Regionen Chinas großer Beliebtheit in Ländern wie Vietnam und Thailand.
Die von den USA verhängten Zölle haben eine Reihe von Veränderungen in der Kosmetikindustrie ausgelöst. Rohstoffversorgung, Kostenstruktur und Wettbewerbsumfeld sind erheblich betroffen. Sowohl US-amerikanische Unternehmen als auch andere Akteure der globalen Kosmetikindustrie müssen aktiv reagieren. Durch Anpassungen der Lieferkette, Innovationen in Forschung und Entwicklung sowie die Erschließung neuer Märkte können sie sich im komplexen und dynamischen Handelsumfeld neue Entwicklungschancen sichern.https://www.hrdprecisiontech.com/news/










